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Lieferantenrisikobewertung

Eine Lieferantenrisikobewertung dient dazu, potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern, die sich auf Sicherheit, Compliance oder die Geschäftskontinuität eines Unternehmens auswirken könnten.


Was ist eine Lieferantenrisikobewertung?

Bei einer Lieferantenrisikobewertung handelt es sich um eine strukturierte Analyse, mit der geprüft wird, ob ein Lieferant die Sicherheits-, Datenschutz- und Compliance-Anforderungen eines Unternehmens erfüllt. Zu diesem Zweck werden Informationen zu Kontrollen, Zertifizierungen und Prozessen des Lieferanten erhoben, um potenzielle Schwachstellen oder Lücken frühzeitig zu identifizieren.

Lieferantenrisikobewertungen sind ein zentraler Bestandteil des Drittparteienrisikomanagements (Third-Party Risk Management, TPRM). Sie gewährleisten, dass externe Partner den internen Richtlinien sowie den regulatorischen Anforderungen entsprechen.

Dabei werden unter anderem die Datenschutzpraktiken, die Verfahren zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle sowie die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Rahmenwerke, wie beispielsweise der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) oder des Digital Operational Resilience Act (DORA), bewertet.

 

Warum Lieferantenrisikobewertungen so wichtig sind

Da Lieferanten häufig Zugriff auf sensible Systeme und Daten haben, können Sicherheits-, Datenschutz- oder operative Risiken entstehen. Mithilfe von Lieferantenrisikobewertungen können Unternehmen solche Risiken frühzeitig erkennen und minimieren, bevor es zu Verstößen oder Zwischenfällen kommt.

Darüber hinaus tragen sie dazu bei, die Rechenschaftspflicht zu erfüllen und die Einhaltung regulatorischer Rahmenwerke wie der DSGVO, der DORA und der ISO/IEC 27001 nachzuweisen.

Durch regelmäßige Bewertungen können Unternehmen ein konsistentes Verständnis des Risikoprofils ihrer Lieferanten im gesamten Ökosystem sicherstellen. Dadurch sind sie in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre Resilienz zu erhöhen.

 

Wie Lieferantenrisikobewertungen in der Praxis eingesetzt werden

  • Erhebung und Prüfung von Sicherheitsfragebögen sowie von Compliance-Zertifizierungen von Lieferanten
  • Bewertung der Datenschutz-, Sicherheits- und operativen Kontrollen von Lieferanten
  • Identifizierung von Lieferanten mit erhöhtem Risiko, etwa auf Basis des Datenzugriffs oder des Integrationsgrads in interne Systeme
  • Festlegung und Nachverfolgung von Abhilfemaßnahmen für Lieferanten mit identifizierten Risiken
  • Einbindung der Bewertungen in das TPRM und das Technologierisikomanagement
  • Regelmäßige Neubewertung von Lieferanten sowie anlassbezogene Überprüfungen bei wesentlichen Änderungen der Geschäftsbeziehung

 

Verwandte Gesetze und Normen

 

So unterstützt Sie OneTrust bei Lieferantenrisikobewertungen

OneTrust optimiert die Bewertung von Drittparteienrisiken, indem Fragebögen automatisiert, Nachweise zentral erfasst und Lieferantenrisiken in einer einheitlichen Übersicht zusammengeführt werden. Die Plattform unterstützt zudem eine kontinuierliche Überwachung, strukturierte Abhilfemaßnahmen und die konsistente Umsetzung von Compliance-Anforderungen in den Bereichen Datenschutz, Sicherheit und Resilienz.
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Häufig gestellte Fragen zu Lieferantenrisikobewertungen

 

Während sich eine Lieferantenrisikobewertung auf die Bewertung einzelner Lieferanten konzentriert, betrachtet eine Drittparteienrisikobewertung ein umfassenderes Ökosystem, zu dem auch Zulieferer, Partner und Auftragnehmer zählen.

Unternehmen sollten diese Bewertung vor der Aufnahme neuer Lieferanten sowie in regelmäßigen Abständen – in der Regel jährlich – durchführen. Auch bei wesentlichen Veränderungen im Risikoprofil eines Lieferanten ist eine Bewertung erforderlich. Automatisierte Lösungen zur Überwachung und Durchführung dieser Aufgaben helfen dabei, Bewertungen konsequent durchzuführen und Verzögerungen zu vermeiden.

In der Regel liegt diese Verantwortung bei den Abteilungen für Informationssicherheit, Beschaffung, Compliance und Risikomanagement.

 

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